We've detected you are coming from a location where we have a regional site.
Please choose one of the following sites:

Dezember – Kevin Bubriski.

Kevin Bubriski stellt weltweit aus, unter anderem im Museum of Modern Art in New York. Er hat neun Jahre in Nepal gearbeitet und seine Reisen nach Indien, Bangladesch und in den Tibet fotografisch dokumentiert. Darüber hinaus war er im Auftrag seiner Kunden in Süd- und Zentralasien sowie in Westafrika. Kevin Bubriski hat drei Bücher veröffentlicht: „Nepal. Ein Porträt“, „Power Places of Kathmandu“ und „Pilgrimage: Looking at Ground Zero“.

„Meine ersten Fotos machte ich als Teenager. Wie gebannt wartete ich in der Dunkelkammer darauf, dass die schwarz-weißen Bilder auf dem entwickelten Film und dann auf dem Papier erschienen. An der High School war ich in der Foto-AG und am College belegte ich Fotokurse.
Nach vier Jahren im Friedenskorps in Nepal lernte ich in New Mexico viel über die Fotografie, während ich als Journalist arbeitete und die Fotokunstdrucke des französischen Fotografen Bernard Plossu fertigte.


Heute beliefere ich im Wesentlichen Sammler, Museen und Institutionen mit meinen eigenen Fotokunstdrucken. Außerdem berichte ich als Fotojournalist für das Vermont Life Magazine über das südliche Vermont und für das Aramco World Magazine weltweit.
Inspiriert haben mich wirklich viele Fotografen: Atget, August Sander, Edward Weston, Helen Levitt, Robert Frank, Diane Arbus, Lee Friedlander, Josef Koudelka, Gilles Peress, Sally Mann und Susan Meiselas. Mein Ziel ist es, Betrachter jedes Alters und jeder Anschauung anzusprechen und im Idealfall ihr Interesse an der visuellen Welt und ihre Wertschätzung für die menschliche Vielfalt und Komplexität wiederzuerwecken.


In den letzten drei Jahren habe ich mich mit meiner Hasselblad der politischen Porträtfotografie in den Straßen US-amerikanischer Klein- und Mittelstädte gewidmet. Zusätzlich gestalte ich eine Retrospektive über meine fotografische Arbeit aus dreißig Jahren.
Am interessantesten sind Aufträge, für die ich reisen muss. Immer wieder werden meine Annahmen infrage gestellt – an unbekannten Orten oder auch zu Hause, wohin ich mit neuen Sichtweisen zurückkehre. Das hält meine Visionen lebendig.
 Am befriedigendsten sind Bücher. Sind die Bilder erst als kohärentes Werk publiziert worden, beginnen die Fotos wie auch das Buch, ein eigenes Leben als unabhängige Objekte zu führen.
In aller Regel arbeite ich mit der alten Hasselblad 500CM und dem üblichen 80-mm-Objektiv oder einem Weitwinkelobjektiv. Regelmäßig diese Kamera zu benutzen hat etwas von einer vertrauten, behaglichen Formalität an sich. Am wichtigsten ist mir die Zuverlässigkeit meiner Fotoausrüstung. Bislang mussten meine alten Hasselblad-Kameras kaum repariert werden und haben mich, egal wo, nie im Stich gelassen.


Was die Digitalfotografie angeht, bin ich blutiger Anfänger und etwas unsicher angesichts all ihrer Möglichkeiten. Ansel Adams wäre begeistert gewesen von ihr. Ich habe begonnen, digital im Rohformat zu fotografieren und bin äußerst beeindruckt von der Aufnahmegeschwindigkeit und der hohen Auflösung.
Da ich aus der 35-mm-Fotografie komme, war mir das quadratische Format zunächst zu statisch. Aber ich entdeckte schnell, wie schön dieses Format mit seiner klassischen Förmlichkeit ist.
Ich arbeite dokumentarisch, mit der Kamera in der Hand und unter natürlichen Lichtverhältnissen. Im Normalfall verwende ich Tri-X für Schwarz-Weiß-Bilder und Portra oder Filme von Fuji für Farbfotos. Vor meinem Sujet befinde ich mich in ständiger Bewegung, um das Bild optimal zu komponieren.
Die Auftragsplanung beginnt damit, dass ich mich mit dem Redakteur und dem Texter treffe und bespreche, wie das Thema lautet und welche Bilder für die Story wesentlich sind. Es folgen die Einzelheiten der Reiseplanung und/oder Terminabsprachen und Ortstermine für die Aufnahmen.  Am Set oder beim Shooting bemühe ich mich zu fotografieren, was der Redakteur erwartet. Erst dann mache ich Bilder, wie ich sie mir vorstelle, sofern die Zeit reicht und die Situation aktuell und interessant bleibt. Ich muss immer auch ein wenig jonglieren, um alles unter einen Hut zu bekommen – bezahlte Aufträge, meine eigenen Projekte und meine Familie.


Es kommt oft vor, dass ich im Kundenauftrag unterwegs bin und einen Ort zusätzlich auf meine Weise und meine Kosten erkunde. Harte Arbeit und Ausdauer sind sehr wichtig. Das Leben als Fotograf ist rau, es gibt viele begabte Konkurrenten. Daher muss man das fachliche Handwerkszeug beherrschen, aber auch die eigene Vision erkennen.“