We've detected you are coming from a location where we have a regional site.
Please choose one of the following sites:

Januar - Mary Ellen Mark.

Seit fast drei Jahrzehnten bereist Mary Ellen Mark die ganze Welt, um Bilder zu machen, die ein starkes humanistisches Anliegen widerspiegeln. Sie ist hoch angesehen und als richtungweisende Fotografin anerkannt. Ihre Bilder von den verschiedenen Kulturen unserer Welt sind Meilensteine der Dokumentarfotografie. Sie veröffentlichte Foto-Essays und Porträts in Publikationen wie Life, The New York Times Magazine und The New Yorker. Darüber hinaus sind zwölf Bücher von ihr erschienen. Vor kurzem erhielt sie den Cornell Capa Award des International Center of Photography.

Ob es sich um Porträts oder Dokumentaraufnahmen handelt - Mary Ellen Marks Bilder gehorchen nicht allein den Gesetzen der Fotografin, die sie macht. Dies offenbaren Körpersprache und Hände ihrer Sujets, es teilt sich mit bei einem Blick in ihre Augen. An diesen Menschen kann man nicht vorbeischauen. Sie treffen einen Nerv in uns. Und manchmal beobachten sie uns sogar.


Woher haben ihre Fotos diese Fähigkeit? Es ist nicht allein, dass sie den Menschen mit ihrer Kamera direkt in die Augen schaut, wenn wir wegschauen würden. Es ist nicht allein, dass sie sich auf Themen einlässt, die wir meiden würden. Es ist nicht allein ihr hartnäckiges Streben nach technischer Perfektion, und es ist nicht allein ihr kompositorischer Stil, wie sie die Kamera kippt, näher kommt und das Bild beschneidet, das uns gefangen nimmt. Es ist etwas anderes, ein Rätsel, das viel schwerer zu lösen ist.


 Hinter der Fassade der sachlichen Darstellungsweise verbirgt sich ein Geheimnis, das uns anzieht, ohne dass wir es ergründen könnten. Es ist, als versuche man zu erklären, warum eine Stimme überzeugend, eine Melodie schwermütig klingt. Es ist dieses Gefühl, das definiert, was wir Kunst nennen.


Natürlich hat eine solche Fotografin nicht nur viele Nachahmer - sie produziert sie förmlich. Es sind nicht allein ihre Bilder, die uns anregen. Sie selbst lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben - als Rednerin und Seminarleiterin, als Mitmensch. Gleichzeitig verlangt sie viel von denen, die teilhaben, von ihren Kollegen und von uns, die wir ihre Arbeiten betrachten.