We've detected you are coming from a location where we have a regional site.
Please choose one of the following sites:

Oktober – Helena You.

Helena You war Chefgrafikerin in einer Werbeagentur in Korea, als sie sich zum ersten Mal mit Fotografie befasste. Die meisten ihrer Kunden zählten zu Koreas führenden Mode- und Kosmetikmarken. Im Jahr 1996 zog Helena nach New York City, wo sie sich als Profifotografin etablieren wollte. Sie macht lebhafte, ausdrucksvolle Bilder mit einer femininen, raffinierten Aura – Bilder, die etwas Romantisches an sich haben und doch ein Spiegel ihrer modernen Ästhetik sind.

Ich wuchs in Seoul in Korea auf und kam in den Achtzigerjahren durch meine Arbeit
als Chefgrafikerin zur Fotografie. Zu meiner Arbeit in der Agentur gehörte die grundlegende visuelle Gestaltung der Anzeigen, für die wir Fotografen brauchten. Unsere Kunden kamen unter anderem aus der Catering-, Mode- und Kosmetikbranche. Mit der Kamera machte ich Ideen sichtbar, die ich zunächst verbal nicht greifen konnte: Ich zielte, drückte ab und hatte herrliches Material! Seit meinen ersten Tagen in New York City 1996 ist mir meine Hasselblad 503CXi ein treuer Begleiter.


Ich liebe es, den Himmel über dieser Stadt und sein Farbenspiel zu beobachten, in Museen oder auch einer Seitengasse Kunstwerke zu betrachten und aus all dem neue Ideen zu gewinnen. Anfangs habe ich häufig Kosmetika fotografiert und besitze eindeutig ein Händchen für ausgefallene Modeaufnahmen.

In Modedingen inspiriert mich besonders der Designer John Galliano. Immer, wenn ich seine Schau besuche, denke ich, dass keine Steigerung mehr möglich ist, doch bisher hat er mich mit jeder neuen Kollektion überrascht. Für mich ist er ein großartiger Geschichtenerzähler und Schöpfer einer Traumwelt aus Mode. Ich habe gelernt, dass der Einstieg in ein Projekt – die Idee und das Konzept – sein wichtigster Teil sind. Ich skizziere sie und arbeite sie dann weiter aus. Anschließend organisiere und koordiniere ich die Ausrüstung, alle Beteiligten und was sonst noch für ein Shooting nötig ist.

 
Für eigene Projekte fotografiere ich gern meine Freunde. Ich staffiere sie aus wie Models und stelle sie in eine Fantasiewelt, die nichts mit ihrer Realität zu tun hat. Meine Freunde finden das genauso spannend wie ich! Für mein jüngstes Projekt fotografiere ich Leute „mit Übergröße“. Es war nicht ganz leicht, Modelle dazu zu überreden. Die meisten scheinen sich beim Betrachten meiner Bilder darauf zu konzentrieren, wie dick sie sind oder was für eine seltsame Figur sie haben …


Die Hasselblad-Kamera ist einmalig, und das quadratische Format bietet Flexibilität bei Bildauswahl und -gestaltung. Auch für Details ist sie super. Ich besitze ein paar 35-mm-Kameras, die ich kaum noch benutze, seitdem ich das größere Format entdeckt habe. Mit 35 Millimeter mache ich Porträts unter freiem Himmel, da die 36 Bilder praktisch sind.
Ich fotografiere lieber mit Film als digital. Das Entwickeln und Einscannen dauert länger, aber ich genieße immer noch den spannenden Moment, wenn ein Film entwickelt ist.